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Zwei Jahre Haft in Ungarn: Zeit für eine politische Lösung für Maja T.

Maja T. hat mich bei meinem Besuch Anfang Juni tief beeindruckt. Trotz der enormen Belastungen der Haft wirkt Maja stark und weiterhin entschlossen. Gleichzeitig ist offensichtlich, dass die Bedingungen der inzwischen zweijährigen Haft in Ungarn darauf abzielen, einen Menschen zu brechen. Der Prozess in Budapest war Ausdruck davon, wie Orbán die Justiz gegen Antifaschist*innen instrumentalisierte. Es ist erschütternd, dass eine deutsche Staatsbürger*in über einen so langen Zeitraum unter derart unwürdigen Bedingungen festgehalten wird und die Bundesregierung untätig bleibt.

Das Revisionsverfahren wird sich voraussichtlich noch über Monate hinziehen, konkrete neue Verhandlungstermine stehen bisher nicht fest. Nach aktuellem Stand könnte es erst im Herbst weitergehen. Für Maja bedeutet das weitere Monate der Ungewissheit.

Zwei Jahre lang hat die Bundesregierung viel zu wenig unternommen, um Maja wirksam zu unterstützen. Bundeskanzler Friedrich Merz muss das Thema jetzt zur Chefsache machen und alle politischen und diplomatischen Möglichkeiten nutzen, um eine sofortige Rücküberstellung zu erreichen. Dazu gehören auch direkte Gespräche mit dem neugewählten ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar.“

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