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Gerechte Handelspolitik

Die europäische Handelspolitik muss sich neu aufstellen. Angesichts der Spannungen zwischen den USA und China sowie der aggressiven Handelspolitik der Trump-Regierung braucht Europa mehr strategische Unabhängigkeit. Die EU darf weder von autoritären Regimen noch von protektionistischen Machtspielen anderer Großmächte abhängig sein. Ich setze mich deshalb dafür ein, zentrale Produktionsketten in Europa zu stärken – etwa bei Energie, Medikamenten, Chips, Mobilität und digitaler Infrastruktur. Sichere Industriearbeitsplätze, gute Löhne, öffentliche Investitionen und resiliente Lieferketten sind für mich die Grundlage einer zukunftsfähigen Wirtschaft. Im Verhältnis zu den USA zeigen Strafzölle, Subventionskonflikte und politische Erpressungsversuche, wie schnell Handel zur Machtfrage wird. Auch die Konkurrenz mit China macht deutlich: Europa braucht eigene industrielle Kapazitäten, statt sich auf billige Importe und einseitige Abhängigkeiten zu verlassen. Strategische Autonomie heißt für mich nicht Abschottung, sondern wirtschaftlich selbstbestimmt und sozial gerecht handeln zu können.

Gleichzeitig darf Europas Handelspolitik nicht auf Kosten anderer Regionen gehen. Viele Länder des globalen Südens werden bis heute vor allem als Rohstofflieferanten behandelt, während Gewinne und Wertschöpfung in Europa bleiben. Ich kämpfe deshalb für faire Partnerschaften, Technologietransfer, soziale Standards und Investitionen in lokale Industrie.
Das Mercosur-Abkommen steht beispielhaft für die falsche Richtung: Es gefährdet Klima und Wälder, setzt Kleinbäuerinnen und Kleinbauern unter Druck und gefährdet soziale Standards. Deshalb lehne ich solche Abkommen ab. Handel darf nicht auf Kosten von Menschenrechten, Umwelt und guter Arbeit gehen. Ich setze mich für gerechten Handel ein, der Menschen vor Profite stellt.

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