Das Ziel der deutschen Regierung ist und bleibt die Durchsetzung von Austerität und Strukturreformen mit möglichst geringen Transferzahlungen und möglichst ohne Risikoteilung. Transfers werden in deutscher Lesart stets strikt mit der Umsetzung der Reformagenda verbunden. Die Durchsetzung und Kontrolle der Struktur- und Kürzungsprogramme sind nach den Kriterien des Stabilitäts- und Wachstumspakts möglichst politisch unabhängig durchzuführen. Das dient dem Ziel, mittels Austerität in der EWU eine Konvergenz der Lohnstückkosten auf das deutsche Niveau zu erzwingen. Doch Union und Sozialdemokratie weisen auch Unterschiede auf: So hat die SPD eine größere Bereitschaft zur Kompetenzabgabe und zu Transferzahlungen an Brüssel als die CDU. Im weiteren Verlauf der Verhandlungen ist deshalb davon auszugehen, dass insbesondere die CDU eine bremsende Rolle einnehmen wird.

Wie es ist, kann es nicht bleiben
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Antifaschismus|News|Pressemitteilung
Zwei Jahre Haft in Ungarn: Zeit für eine politische Lösung für Maja T.
Maja T. hat mich bei meinem Besuch Anfang Juni tief beeindruckt. Trotz der enormen Belastungen der Haft wirkt Maja stark und weiterhin entschlossen. Gleichzeitig ist offensichtlich, dass die Bedingungen der inzwischen zweijährigen Haft in Ungarn darauf abzielen, einen Menschen zu brechen. Der Prozess in Budapest war Ausdruck davon, wie Orbán die Justiz gegen Antifaschist*innen instrumentalisierte. Es ist erschütternd, dass eine deutsche Staatsbürger*in über einen so langen Zeitraum unter derart unwürdigen Bedingungen festgehalten wird und die Bundesregierung untätig bleibt.
Das Revisionsverfahren wird sich voraussichtlich noch über Monate hinziehen, konkrete neue Verhandlungstermine stehen bisher nicht fest. Nach aktuellem Stand könnte es erst im Herbst weitergehen. Für Maja bedeutet das weitere Monate der Ungewissheit.
Zwei Jahre lang hat die Bundesregierung viel zu wenig unternommen, um Maja wirksam zu unterstützen. Bundeskanzler Friedrich Merz muss das Thema jetzt zur Chefsache machen und alle politischen und diplomatischen Möglichkeiten nutzen, um eine sofortige Rücküberstellung zu erreichen. Dazu gehören auch direkte Gespräche mit dem neugewählten ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar.“
Antifaschismus|News|Pressemitteilung
Missbrauch von Steuergeldern durch PfE-Fraktion: Es braucht Konsequenzen
Wieder und wieder missbrauchen Rechte Abgeordnete und Parteien öffentliche Gelder. Diesmal die Abgeordneten und Fraktion der sogenannten Patrioten, die mal ganz unpatriotisch Geld verschieben und als Spenden tarnen, um ihre antidemokratische und menschenverachtende Ideologie zu befördern.
Der CONT-Ausschuss muss jetzt Konsequenzen ziehen. Warum Andreas Schwab empfiehlt, den Fall nicht weiter zu verfolgen, ist völlig unklar — das muss wohl die neue konservative Freundlichkeit gegenüber der extremen Rechten sein.
Das Geld muss bis zum letzten Cent zurückgezahlt werden. Es darf aber nicht dabei bleiben, dass Gelder zurückgezahlt werden und die Sache damit erledigt ist. Es braucht jetzt eine lückenlose Aufklärung und deutlich härtere Sanktionen.“
News|Pressemitteilung|Steuern & Finanzen
Digitaler Euro: Chance für Europa, braucht aber Nachbesserung
Wir müssen endlich digitale und finanzielle Souveränität in der EU schaffen. Die Eurozone hat zwar ein gemeinsames Bargeld, aber kein gemeinsames, unabhängiges Zahlungssystem. Wir können uns nicht länger abhängig von daten- und gebührenhungrigen US-Konzernen wie Mastercard und Visa machen. Der digitale Euro ist eine Chance für Europa. Auch, um Bürger:innen besser vor Sanktionen einer wild gewordenen US-Regierung zu schützen. Gerade in geopolitisch angespannten Zeiten ist das keine theoretische Frage, sondern eine sehr konkrete.
Der Schutz von Bargeld ist eine Frage der sozialen Teilhabe. Während digitale Zahlungsmethoden boomen, darf Bargeld nicht schleichend verdrängt werden. Ob in der Stadt in der Behörde oder auf dem Land im Laden: Alle Menschen müssen jederzeit Zugang zu Bargeld haben und damit bezahlen können. Dass die EU neben dem digitalen Euro auch eine Verordnung zum Schutz des Bargelds vorlegt, war überfällig.
Die heutigen Kompromisse bleiben deutlich hinter dem zurück, was möglich gewesen wäre. Für kleine Geschäfte und Verbraucher:innen hätte mehr getan werden müssen, etwa bei Gebühren und Datenschutz für kleinere Zahlungen mit dem digitalen Euro oder auch bei der Annahmepflicht für Bargeld bei Verkaufsautomaten.
Dass wir kein besseres Ergebnis sehen, liegt am massiven Einfluss der Bankenlobby, unterstützt von rechten Fraktionen im Parlament. Dieses Bündnis hat zentrale Fortschritte ausgebremst. Jetzt kommt es darauf an, in den Verhandlungen mit dem Rat nachzuschärfen.“
Gerechte Handelsordnung|News|Presseecho
Weg frei für Handelsdeal mit USA
Kritik kommt unter anderem von der Fraktion Die Linke im EU-Parlament. „Ich bin stolz, dass meine Fraktion geschlossen gegen diesen Autokraten und gegen diese Handelspolitik steht, die europäische Jobs gefährdet und die dauerhafte Abhängigkeit von den USA bedeutet“, sagte etwa der Co-Vorsitzende der Fraktion, Martin Schirdewan.
Antifaschismus|News|Presseecho
Steht die AfD auf EU-Ebene vor einem Verbotsverfahren?
Ähnlich sieht es der Linkenfraktionschef Martin Schirdewan: »Die zuständige Behörde gibt mit diesem Bericht Einblick in die krude Welt der faschistischen ESN-Partei. Es braucht jetzt eine gründliche Prüfung, ob die ESN systematisch gegen geltende Regeln und Grundsätze verstoßen hat.« Die Linksfraktion hat ein Schreiben an die anderen Fraktionen geschickt und will den Antrag anschieben.
News|Pressemitteilung|Steuern & Finanzen
Europäisches Semester: Löhne hoch und investieren, nicht aufrüsten und kürzen
Deutschland ist einem Spardiktat aus Brüssel gerade noch entkommen. Die Ausweichklausel verschafft der Bundesregierung vorübergehend Spielraum für die explodierenden Rüstungsausgaben. Doch sobald die EU-Schuldenregeln wieder vollständig greifen, drohen Kürzungen bei öffentlichen Ausgaben und sozialen Leistungen. Das müssen wir verhindern. Beschäftigte, Rentner:innen und Auszubildende dürfen nicht die Rechnung für einen milliardenschweren Rüstungsrausch bezahlen, von dem vor allem die Aktionäre der Rüstungskonzerne profitieren. Sozialabbau zugunsten von Rheinmetall und Co. darf es nicht geben.“
„Die EU-Kommission beklagt die schwachen Wachstumsaussichten Deutschlands und empfiehlt ausgerechnet mehr Rüstungsausgaben sowie Eingriffe in Arbeitsmarkt und Sozialstaat. Damit sind die Verantwortlichen in Brüssel und Berlin auf dem völlig falschen Kurs. Das Grundproblem bleibt die schwache Binnennachfrage. Millionen Beschäftigte haben zu wenig Geld in der Tasche. Trotz Sondervermögen für Infrastruktur und Klima gehören die staatlichen Nettoinvestitionen in Deutschland weiterhin zu den niedrigsten in Europa.“
„Europa und Deutschland brauchen einen grundlegenden Kurswechsel. Statt steigende Aktiengewinne, müssen die Löhne und Gehälter kräftig angehoben werden. Statt immer neue Milliarden in einen gefährlichen Rüstungswettlauf zu stecken, müssen wir endlich in das investieren, was den Menschen tatsächlich nützt: gute Bildung, bezahlbares Wohnen, soziale Sicherheit und eine moderne Infrastruktur. Die Zukunft entsteht nicht durch einen gefährlichen Rüstungswettlauf, sondern durch ein starkes Gemeinwesen und gute Arbeit.“
News|Pressemitteilung|Wohnungspolitik
Perverses Geschäft mit dem Grundrecht auf Wohnen beenden
Das Risiko, wohnungslos zu werden, greift die Menschenwürde an. Wir wissen das schon lange und nun bestätigt es auch die EU-Grundrechteagentur.
Arbeit & Soziales|News|Pressemitteilung
Europa braucht keine Milliardäre, sondern faire Löhne
„Wenn ein Konzernchef schon nach fünf Arbeitstagen mehr verdient hat als seine Beschäftigten im ganzen Jahr, dann läuft etwas grundlegend schief. Millionen Menschen in Europa müssen jeden Euro zweimal umdrehen, während sich eine kleine Elite an der Spitze der Unternehmen immer weiter bereichert. Europa mangelt es nicht an Wohlstand, sondern an einer gerechten Verteilung dieses Wohlstands.
Es ist schlichtweg nicht vermittelbar, dass CEOs das 78-Fache ihrer Beschäftigten verdienen. Deshalb fordern wir als Die Linke im Europaparlament, die Gehälter von Managerinnen und Managern stattdessen auf das 20-Fache des Gehalts einer Fachkraft im jeweiligen Unternehmen zu begrenzen.
Die EU-Kommission darf nicht länger bei den Machtspielen großer Konzerne tatenlos zusehen. Wir brauchen eine wirksame Regulierung von Lobbyeinfluss, mehr Transparenz bei Gehältern und eine gerechte Besteuerung von Übergewinnen. Wenn dann Länder wie Deutschland die Entgelttransparenzrichtlinie nicht umsetzen, müssen Strafen fällig werden.“
Europa will intelligenter werden
Es reiche nicht aus, Microsoft durch den deutschen Konzern SAP zu ersetzen, sagte der EU-Parlamentarier Martin Schirdewan.
Digitales|News|Pressemitteilung
Digitale Souveränität heißt nicht: Microsoft durch SAP ersetzen
Die Linke im Europäischen Parlament setzt sich für eine öffentliche und demokratische Kontrolle ein. Es muss gelten: Menschen zuerst, Monopole zerschlagen.
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