Navigation überspringen

Solidarität, jetzt: Geflüchtete sofort ausfliegen

Zum Aufruf von Mission Lifeline e.V. auf Erteilung der Start- und
Landeerlaubnis für einen Charterflug von Lesbos nach Berlin, um
geflüchtete Kinder und Mütter auszufliegen, erklärte Martin Schirdewan,
Ko-Vorsitzender der Linksfraktion GUE/NGL im Europäischen Parlament:
„Die Aktion von Mission Lifeline e.V. ist ein starkes Signal für gelebte
Solidarität, die derzeit den Regierungschef*innen Europas vollkommen
abhandengekommen zu sein scheint“. Mission Lifeline ist dank zahlloser
Spender- und Unterstützer*innen in der Lage, sogar mehr als nur einen
Flug zu finanzieren und durchzuführen. Auch Angebote zur Unterbringung
und Betreuung in Deutschland liegen vor, sogar über die mehr als 140
aufnahmebereiten Städte und Gemeinden hinaus.

Schirdewan erklärte weiter, was da an den europäischen Außengrenzen
passiere sei menschenverachtend und eines Friedensnobelpreisträgers
nicht würdig. Nicht erst mit der Corona-Krise habe die EU versagt. Schon
zuvor habe sie die Geflüchteten und Griechenland sich selbst
überlassen. 20.000 Menschen in einem Camp, welches nur für 2.800
Personen ausgelegt ist, sei schon jetzt menschenunwürdig. Bräche auf so
engem Raum die Krankheit aus, würde sie sich rasant verbreiten und hätte
vielfach tödliche Folgen – ein Szenario, das unmittelbar vor der Tür
steht. Es geht um Stunden, nicht um Tage. „Daher“, so Schirdewan
abschließend, „bin ich gerne der Bitte nachgekommen und habe
Bundesminister Maas und Seehofer gebeten, die geforderte Start- und
Landeerlaubnis zu erteilen und damit endlich Humanität und
Menschenrechte sprechen zu lassen.“

Weitere Beiträge