Bewirb dich für unsere politische Studienreise 2023
Bald ist es wieder soweit. Das Brüsseler Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung bietet in Zusammenarbeit mit dem Europaabgeordneten Martin Schirdewan die viertägige Studienreise „BrüsselLinks“ an. Sie findet dieses Jahr vom 04. bis 08. Dezember statt.
Linkes Engagement in Bund, Ländern und Kommunen ist ein integraler Bestandteil des demokratischen Pluralismus. Doch wo lassen sich Brücken zu europäischer Politik schlagen? Was können und müssen wir tun, um progressive linke Kämpfe auf die europäische Tagesordnung zu setzen? Wie kann linkes Engagement zu europolitischen Themen in Politik und Zivilgesellschaft gestärkt werden?
Ziel der Studienreise ist es, die Relevanz des politischen Geschehens auf EU-Ebene für euer Engagement und den eigenen persönlichen Alltag greifbarer zu machen. Ihr seid politisch aktiv und wollt Europa gemeinsam sozialer, gerechter und ökologischer machen? Dann meldet euch bei „BrüsselLinks“ an!
Was dich erwartet
Während der vier Tage soll ein Raum zum Austausch rund um aktuelle europapolitische Debatten geschaffen werden. Du bekommst die Möglichkeit, die Funktionsweise der Europäischen Union sowie die Arbeit der RLS Brüssel und der Linksfraktion im Europäischen Parlament näher kennenlernen. Geplant sind Treffen mit Fraktionsvorsitzenden, Gespräche mit Brüsseler NGOs, eine kritische Stadttour, ein Parlamentsbesuch und einiges mehr.
Thema wird natürlich auch die Europawahl im Juni 2024 sein. Die Studienreise dient der politischen Weiterbildung und Vernetzung linkspolitisch aktiver Menschen, die sich für europäische Politik interessieren, mehr erfahren und kritisch diskutieren wollen.
Unterkunft und Anreise
Für Unterkunft und Verpflegung der Teilnehmenden wird gesorgt. Reisekosten nach und von Brüssel werden von der Stiftung zurückerstattet.
Bewerbung
Die Teilnehmendenzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Wir freuen wir uns auf aussagekräftige Bewerbungen. Das geht ganz einfach Das geht ganz einfach! Bitte fülle dafür unser Bewerbungsformular aus. Bewerbungsschluss ist der 17. September.
Es sei „mehr als erfreulich, dass das Regime Orbán demokratisch abgewählt worden ist“, erklärte Martin Schirdewan, Co-Vorsitzender der Linken im EP. Wer Orbáns Niederlage feiert, dürfe aber nicht vergessen, „wie lange sein System politisch gefördert und gedeckt wurde – vor allem von der EVP und Manfred Weber“. Wahlsieger Magyar müsse eine andere Politik machen.
EU-Rat: Konzerne zuerst, Mensch und Umwelt zuletzt
Zum Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs am 20.03.2026 erklärt Martin Schirdewan, Ko-Vorsitzender der Linksfraktion im Europaparlament:
„Der Gipfel kann zusammengefasst werden unter dem Motto: mehr Aufrüstung, mehr Abbau von Sozialstandards und mehr Pampern der Großkonzerne.
Die Energiepreise erreichen neue Höhen. Die Menschen brauchen direkte Unterstützung, um ihre Rechnungen zahlen zu können – sei es zu Hause oder mit dem Auto auf dem Land. Statt ihnen zu helfen, denkt die Kommission nur an Großkonzerne und deren Aktionäre. Wir brauchen eine europaweite Übergewinnsteuer und einen Energiepreisdeckel, um den Menschen konkret vor Ort zu helfen. Die EU sollte dieses Mal verhindern, dass sich Energiekonzerne wieder eine goldene Nase an der Not der Menschen verdienen.
Viktor Orbán führt die EU seit Monaten auf offener Bühne vor und missbraucht die Bühne für seinen Wahlkampf in Ungarn. Wenn das Schule macht, findet sich die EU in einem Zirkuszelt wieder, in dem nur noch Autokraten und rechte Spinner den Ton angeben.
Unter dem Deckmantel des sogenannten Bürokratieabbaus und der Wettbewerbsfähigkeit werden Sozialstandards weiter unter Druck gesetzt und Arbeitnehmerrechte geschwächt. Der Gipfel fordert ausdrücklich, Regeln zu ‚vereinfachen‘, Berichtspflichten zu reduzieren und bestehende Gesetze umfassend zu überprüfen – bis hin zum Streichen von Vorschriften. Gleichzeitig sollen neue Gesetze stärker auf Wettbewerbsfähigkeit und geringere Kosten für Unternehmen ausgerichtet werden. Was nach Entlastung klingen soll, bedeutet in der Praxis jedoch weniger Schutz für Beschäftigte, Verbraucher und Umwelt. Damit werden wieder die bezahlen müssen, die von der EU geschützt werden sollten.“