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180913_parlament

EZB: Neue Geldpolitik ist überfällig

Der EZB-Rat mit seiner neuen Präsidentin, Christine Lagarde, wird heute die
strategische Überprüfung der Geldpolitik starten. Dies ist die erste
Überprüfung des geldpolitischen Werkzeugkastens seit 2003. Martin Schirdewan,
Ko-Vorsitzender der EP-Linksfraktion GUE/NGL und finanzpolitischer Sprecher der
Delegation DIE LINKE. im Europaparlament, begrüßt diesen dringend notwendigen
Schritt:

„Die Geldpolitik der EZB befindet sich an einem Scheideweg. Klar ist, dass
die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen werden um die Sozial- und Klimakrise
wirksam zu bekämpfen. Im Gegenteil, die bisherige ultraniedrige Zinspolitik
bescherte den Börsen immer neue Kursfeuerwerke und trieb die Immobilienpreise
in schwindelerregende Höhen. Damit wurde vielleicht der Euro ‚gerettet‘,
Mieter*innen und Kleinsparer*innen nützt das jedoch nichts.“

„Die EZB braucht dringend neue, zeitgemäße Instrumente um die Sozial- und
Klimakrise zu bekämpfen. Sie muss demokratisch kontrolliert werden und neben
Preisstabilität nachhaltiges Wirtschaftswachstum, die Erreichung von
Vollbeschäftigung, sowie eine ausgeglichene Handelsbilanz als wesentliche
Zielsetzungen verfolgen. Die Finanzierung öffentlicher Investitionen über die
Zentralbank muss ermöglicht werden, um einen erfolgreichen sozial-ökologischen
Umbau zu gewährleisten. Meine Fraktion wird sich daher konstruktiv an dieser
strategischen Debatte beteiligen“, so Schirdewan abschließend.

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