News|Pressemitteilung|Wohnungspolitik
Finanzspekulation mit Wohnraum zerschlagen
Zum heute veröffentlichten Bericht des Wissenschaftlichen Dienstes des Europaparlaments zur Immobilienspekulation erklärt Martin Schirdewan, Mitglied des Sonderausschusses zur Wohnraumkrise (HOUS) und Vorsitzender der Linksfraktion im Europaparlament:
„Die EU bietet nicht viel mehr als warme Worte im Kampf gegen Spekulation am Wohnungsmarkt. Darauf macht die Linke schon lange aufmerksam. Nun bestätigt es auch der Wissenschaftsdienst des Europäischen Parlaments.
Durch politische Untätigkeit haben sich bei Wohnungsunternehmen perfide Business-Strategien gefestigt. Sie setzen systematisch auf Immobilien als Investitionsanlage zur maximalen Profitsteigerung und auf das Rausekeln von Mietern. Das sind Geschäftsmodelle, die gänzlich vom eigentlichen Wohnungswert entkoppelt sind. Das zeigt auch der Bericht auf.
Dem Preistreiben mit einem Menschenrecht auf Wohnen muss endlich ein Ende gesetzt werden. Doch Friedrich Merz sieht die Vergesellschaftung von Wohnungsunternehmen als Feind. Statt endlich die Ursachen anzugehen, regiert er weiter an den Ursachen der Wohnungskrise vorbei.
Die Beteiligung spekulativer Finanzakteure am Wohnungsmarkt muss verboten werden. Wir brauchen ein europaweites Transparenzregister für Immobilientransaktionen, um der wachsenden Marktmacht von Investmentfonds im Wohnungssektor wirksam entgegenzutreten. Ebenso braucht es einen konsequenten Mietendeckel und starken Mieterschutz vor Mieterhöhungen und Räumungen.“