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EU-Geldwäscheliste: Noch längst nicht am Ziel

„Die
überarbeitete Geldwäscheliste der Kommission ist ein Schritt in die richtige Richtung,
aber wir sind noch längst nicht am Ziel. Dass alle EU-Mitgliedsländer und
insbesondere Deutschland, der Geldwäschehotspot im Immobiliensektor, auf der
Liste fehlen, zeigt eine Problematik der schwarzen Liste auf“, kommentiert
Martin Schirdewan, finanzpolitischer Sprecher der Linken im Europäischen
Parlament, die heute von der EU-Kommission veröffentlichte schwarze Liste von
Ländern, die ein hohes Risiko von Geldwäsche beziehungsweise
Terrorismusfinanzierung aufweisen.

Schirdewan
weiter: „Auf Initiative der Linksfraktion im Europäischen Parlament wurde die
Geldwäscheliste der Kommission mehrmals vom Parlament zurückgewiesen. Dadurch
zwangen wir die Kommission zu mehr Eigeninitiative, anstatt bloß schon
bestehende Listen zu kopieren. Die heute vorgelegte Liste stellt somit einen
Fortschritt zu den letzten Versuchen dar, aber sie bleibt verbesserungswürdig.
So sind beispielsweise EU-Mitgliedstaaten von vornherein von der Liste
ausgeschlossen. Eine vollständige Auswertung aller Länder ist erst bis 2025
vorgesehen. Es ist außerdem nicht transparent, warum bestimmte Länder am Ende
des Tages auf der Liste auftauchen und andere nicht. Das haben wir schon bei
der EU schwarzen Liste von Steueroasen gesehen.“

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