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Revisionsverfahren gegen Maja T. eröffnet
Zum heutigen Auftakt des Revisionsverfahrens gegen Maja T. in Ungarn erklärt Martin Schirdewan, Vorsitzender der Linksfraktion im Europäischen Parlament:
„Der heutige Prozesstag hat erneut deutlich gemacht, dass die erhobenen Vorwürfe gegen Maja T. auf einer mangelhaften Beweislage beruhen. Majas Anwalt hat ausführlich dargestellt, dass das Urteil zu acht Jahren Haft im Zuchthaus sich auf eine lückenhafte und auf Indizien beruhende Anklage stützt. Die ungarische Staatsanwaltschaft hält unbeirrt an ihrem bisherigen Kurs eines politischen Schauprozesses fest und fordert die Erhöhung des Strafmaßes auf mindestens 13 Jahre. Damit zeigt sie das ganze Ausmaß der politischen Kriminalisierung von Antifaschist*innen in Ungarn, trotz des Regierungswechsels und der vorgeblichen Bemühungen um eine unabhängige Justiz.
Maja sitzt seit mehr als zwei Jahren unter menschenunwürdigen Bedingungen in ungarischer Haft. Bereits vor Prozessbeginn haben zahlreiche Antifaschist*innen vor dem Gerichtsgebäude ihre Solidarität mit Maja gezeigt und gegen das Vorgehen der ungarischen Justiz protestiert. Die Bundesregierung darf nicht länger tatenlos zuschauen. Sie muss jetzt alle politischen und diplomatischen Möglichkeiten ausschöpfen, um Maja nach Deutschland zurückzuholen und ein faires Verfahren zu ermöglichen.“
Das Revisionsurteil wird für den 30. September erwartet. Martin Schirdewan wird in Budapest im Gerichtssaal anwesend sein.