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Arbeitsprogramm Kommission: Vorfahrt für Konzerne, Stillstand für Menschen
Zur Bekanntgabe des Arbeitsprogramms der EU-Kommission erklärt Martin Schirdewan, Vorsitzender der Linksfraktion im Europäischen Parlament:
„Die EU-Kommission biegt falsch ab. Statt die Menschen und ihre Angst vor Jobverlust, steigenden Mieten und Energiekosten in den Mittelpunkt zu stellen, macht die EU-Kommission erneut einen Bückling vor den Großkonzernen. Finanzmärkte deregulieren, den Wettbewerb verschärfen, den Wohnungsmarkt liberalisieren und weiter aufrüsten: Das sind ihre verkehrten Antworten auf die multiplen Krisen unserer Zeit.
Für die Sorgen der Menschen hat die von der Leyen-Kommission keine Antworten, für die Wünsche der Konzerne dagegen immer neue Vorschläge. Statt mehr bezahlbaren öffentlichen Wohnraum zu schaffen, sollen es Investoren leichter haben, mit dem Menschenrecht auf Wohnen Geschäfte zu machen. Statt die Ursachen der Klimakrise zu bekämpfen, kippt die Kommission das Verbrenner-Aus. Statt Arbeitsplätze zu sichern, werden Arbeitnehmerrechte geschliffen.
Die EU-Kommission stellt die Interessen der Konzerne über die Bedürfnisse der Menschen. Statt Innovationen und zukunftsfähige Industrien zu fördern, setzt sie öffentlichkeitswirksam auf vermeintlichen Bürokratieabbau und eine Rückkehr zur fossilen Energie. Mit einer solchen unternehmensfreundlichen Politik kann man Wahlkämpfe finanzieren, aber keine Wahl gewinnen. Das werden die Konservativen im kommenden Jahr in Spanien, Italien und Frankreich lernen.“