Budapest: 8 Jahre Haft für Maja T.
Budapest, 04.02.2026
Das eben ausgesprochene Urteil im Prozess gegen Maja T. in Budapest kommentiert Martin Schirdewan, Ko-Vorsitzender der Linksfraktion im Europaparlament, wie folgt:
„Das heutige Urteil gegen Maja T. ist Ergebnis eines politischen Schauprozesses, der niemals in Ungarn hätte stattfinden dürfen. 8 Jahre Haft im Zuchthaus sind unverhältnismäßig. Trotz der lückenhaften, lediglich auf Indizien bauende Anklage, folgte der Richter der Linie der Staatsanwaltschaft und befand Maja schuldig, auch wenn das Strafmaß nicht deren geforderte drakonische Höhe hat.“
„Viktor Orbán hat diesen Prozess bewusst für seinen Wahlkampf instrumentalisiert. Das Urteil fügt sich nahtlos in die autoritäre Inszenierung seiner Regierung ein, die mit Härte gegen politische Gegner:innen punkten will und dabei die Justiz missbraucht.“
„Majas abschließende, emotionale Erklärung vor Gericht hat eindrücklich beschrieben, was es bedeutet, monatelang unter entwürdigenden Bedingungen in Haft zu sitzen und zum Spielball einer autoritären Politik gemacht zu werden. Dieses Statement hat erneut deutlich gemacht: Hier wurde nicht nur eine Person verurteilt, sondern ein politisches Exempel statuiert.“
„Ich wünsche Maja und der Familie viel Kraft. Der politische Kampf um ein rechtstaatliches Verfahren muss weitergeführt werden.“
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